Deutschland & Polen - Geschichtsreise an der Ostseeküste


Art.Nr.: SW


Diese Reise führt Sie auf die Ostseeinseln Usedom und Wollin. In der wechselvollen Geschichte dieser Region spielten ab dem 18. Jahrhundert abwechselnd Dänen, Schweden, Franzosen und Preußen eine Rolle. Als 1880 die Kaiserfahrt eröffnet wurde, hatten über diesen neuen Kanal zwischen Usedom und Wolin nun auch größere Schiffe einen direkteren Zugang von der Ostsee nach Stettin. Davon profitierte auch Swinemünde und entwickelte sich zu einer Stadt und wichtigen Festung. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden mehrere Forts zur Verteidigung des neuen Wasserweges errichtet. Wenig später verfügte die Stadt über vier Küstenbatterien und war einer der Kriegshäfen für die kaiserliche Flotte. Weitere Befestigungen folgten, dies sowohl vor als auch nach dem II. Weltkrieg. Der letzte  Bauherr war Ende der 1950er-Jahre die Sowjetarmee. Die meisten Befestigungen blieben erhalten und dokumentieren mehr als 100 Jahre Festungsbau.
Für das „III. Reich“ war die Ostseeküste von besonderer Bedeutung. Auf Grund seiner Lage bot Peenemünde auf Usedom die Möglichkeit, Raketen unter größter Geheimhaltung in Richtung Osten abzuschießen, und deren Flug bis 400 Kilometer weit vom der Küste aus zu beobachten. So entstand  ab 1936 auf Usedom die Heeresversuchsanstalt. Erst nach der Entdeckung durch die Alliierten und nach schweren Zerstörungen durch Bombenangriffe wurde der Standort aufgegeben. Die Produktion der V1 und der V2 verlegt man nach Nordhausen. Nach dem Krieg wurden die meisten der Gebäude und Hallen auf dem Gelände der Versuchsanstalt gesprengt. Heute erstreckt sich dort ein strenges Naturschutzgebiet. Die Reste der Raketenprüfstände dürfen nur mit Genehmigung besichtigt werden. Bei einer Fahrt über das Erprobungsareal werden Sie diese erkunden. 
Auch andere so genannte Geheimwaffen, wie z. B. das Mehrkammergeschütz Hochdruckpumpe (V3), wurden auf der Insel Wollin getestet.           
Zum Abschluss dieser Reise gehen Sie im einstigen Hydrierwerk Pölitz auf Entdeckungstour und besuchen den ehem. NS-Luftschutzbunker unter dem heutigen Hauptbahnhof von Stettin.        
Auf dieser spannenden Zeitreise erfahren Sie viel Interessantes über den technologischen Vorsprung, den das „III. Reich“ gegenüber den Alliierten verfügte.

Besichtigungen:
  • Eisenbahn-Hubbrücke von Karnin
  • Kriegsgräberstätte auf dem Golm
  • schwere Flak-Batterie Mellin
  • ehem. Heeresversuchsanstalt mit Prüfständen
  • einstiger Bahnhof der Arbeitersiedlung Karlshagen
  • Reste der ehemaligen Hauptwache
  • einstiges Sauerstoffwerk
  • Historisch-Technisches Museum im alten Kraftwerk
  • Einstiger U-Boot Hafen Swinemünde
  • Batterien Göben und Pritter
  • Fort Gerhard und Fotohalt am Fort Engelsburg(Ariolo)
  • Strandbatterie und Sperrbatterie Oststrand
  • Versuchsstelle Pumpwerk Misdroy
  • Westbatterie (Fort Zachodni)
  • einstiges Hydriewerk Pölitz
  • Luftschutzbunker in Stettin


1. Tag
Fahrt ab Veranstalterbüro auf die Insel Usedom. Sie machen Halt in Karnin, wo sich die alte Eisenbahn-Hubbrücke befindet und besuchen die Kriegsgräberstätte auf dem Golm. Hier ruhen neben Angehörigen von Marine, Heer und Luftwaffe auch ca. 20 000 zivile Opfer des Bombenangriffs auf Swinemünde vom März 1945. Danach erkunden Sie die ehem. Flak-Batterie Mellin. Unterirdische Gänge verbanden vier 10,5-cm-SK-Geschütze unter Panzerschutz, einen Leitstand und Gruppenräume.
Fahrzeit ca. 6 Std., Hotel, -/-/-.
 
2. Tag
In Peenemünde besichtigen Sie die ehem. Heeresversuchsanstalt. Es geht über das Erprobungsareal und zu einigen der Prüfstände, u. a. die der ersten ferngelenkten Boden-Luftabwehrrakete Enzian oder der V1. Außerdem besuchen Sie das Historisch Technische Museum, erkunden den Bahnhof der einstigen Arbeitersiedlung Karlshagen, die Hauptwache und das alte Sauerstoffwerk.
Fahrzeit ca. 1 Std., Hotel, F/L/-.
 
3. Tag
Heute gehen Sie in Swinemünde auf Erkundungstour. Sie besichtigen die Batterie Pritter, die Strandbatterie, die Sperrbatterie Oststrand, das Fort Zachodni (Westbatterie), das preußische Fort Gerhard (spätere Ostbatterie) sowie die Batterie Goeben, welche mit drei 30,5-cm-Geschützen ausgestattet werden sollte. Am einstigen U-Boot Hafen, wo noch Fundamente und Betonbauten erhalten blieben, ist ebenso ein Halt geplant wie am einstigen preußischen Fort Engelsburg (Ariolo).
Fahrzeit 1 Std., Hotel, F/L/-.
 
4. Tag
Bei Misdroy auf der Insel Wollin erkunden Sie heute die einstige Versuchsstelle „Pumpwerk Misdroy“. Dort wurde eine Versuchsanordnung aufgebaut und ab Januar 1944 Mehrkammergeschütze (V3) getestet.
Später fahren Sie nach Police (Pölitz). 1937 entstand hier das größte Hydrierwerk auf dem damaligen Reichsgebiet. Neben der Erkundung der ehemaligen Industriegebäude, von Bunkern und Resten der Infrastruktur, erfahren Sie auch viel Interessantes über die Herstellung von synthetischem Treibstoff. Im Anschluss Fahrt nach Stettin.
Fahrzeit ca. 2,5 Std., Hotel, F/L/-.
 
5. Tag
Sie besichtigen den ehemaligen NS-Luftschutzbunker unter dem heutigen Hauptbahnhof von Stettin. Auf einer Fläche von mehreren tausend Quadratmetern befindet sich eine Ausstellung, welche die Geschichte des Bunkers und der Vergangenheit Stettins, vor allem während der Belagerung von 1945 darstellt. Anschließend Rückreise über Berlin (F/-/-).
 


Leistungen:
▪ An- / Rückreise ab/an Veranstalterbüro über Dresden sowie alle Transfers lt. Programm im Kleinbus
▪ 3 Übernachtungen im Hotel (DZ, DU/WC)
▪ Verpflegung lt. Programm: 4x Frühstück, 3x Lunch
▪ deutsche Reiseleitung
▪ alle Besichtigungen von Museen / Anlagen
  sowie Führungen teils mit zusätzl. örtlichen Guides lt. Programm, Eintritte inkl.
 
Nicht enthalten:
▪ nicht genannte Mahlzeiten / Getränke
▪ Einzelzimmer-Zuschlag: 140,- EUR
▪ Persönliches
Reiseversicherung
 
Reiseinfo / Anforderungen:
Rundreise mit vielen Erkundungen im Gelände und damit verbundenen kleinen, leichten Wanderungen (bis ca. 2 Std.). Zudem Besuch von einigen Museen und Anlagen.
 
An- und Abreise:
Der Zu-/Ausstieg zum/vom Bus ist entlang der Fahrtroute: 02730 Ebersbach (Veranstalterbüro) - Dresden (Elbepark) und Berlin (Flughafen Schönefeld) möglich.
Abfahrt ab Veranstalterbüro gegen 7 Uhr, Ankunft gegen 17-18 Uhr.
 
Einreisebestimmungen:
Staatsbürger Österreichs und der Schweiz benötigen für die Einreise nach Deutschland einen gültigen Personalausweis/Identitätskarte oder Reisepass.
Deutsche, Österreicher und Schweizer Staatsbürger benötigen für die Einreise nach Polen einen gültigen Personalausweis/Identitätskarte oder Reisepass.
Staatsbürger anderer Länder bitten wir, sich direkt an die für sie zuständige Vertretung zu wenden.
 
Impfungen / Gesundheitsvorsorge:
Es gibt keine Impfvorschriften.
Es wird empfohlen die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Instituts für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen.
Vom Auswärtigen Amt werden zudem als Reiseimpfungen für Polen, abhängig von Reisebedingungen und -route, FSME, Hepatitis A, Hepatitis B und ggfs. auch Tollwut empfohlen.
Für eine Beratung wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt, einen Tropenmediziner oder an die Gesundheitsämter.
 
Weitere Reise-, Sicherheits- und Gesundheitshinweise:
Robert Koch-Institut: www.rki.de
Centrum für Reisemedizin: www.crm.de
Auswärtiges Amt: www.auswaertiges-amt.de
 
Hinweis gemäß EU-Richtlinie 2015/2302:
Diese Reise ist für Personen mit eingeschränkter Mobilität nicht geeignet.
Im Einzelfall wenden Sie sich bitte an uns.
 
Teilnehmer: 7 - 16
 


Reisekarte
 


Optionen:

  • Reisedatum: 18.05. - 22.05.2022
  • Reisedatum: 14.09. - 18.09.2022
  • Reise-Rücktrittskosten-Versicherung: nein
  • Reise-Rücktrittskosten-Versicherung: ohne Selbstbehalt
  • Reise-Rücktrittskosten-Versicherung: mit Selbstbehalt
  • Travel-Paket: kein Travel-Paket
  • Travel-Paket: ohne Selbstbehalt
  • Travel-Paket: mit 20% Selbstbehalt
  • Rail & Fly Ticket: nein
  • Rail & Fly Ticket: ja
  • Übernachtung am Tag vor der Abreise: nein
  • Übernachtung am Tag vor der Abreise: ja
  • Zimmerwunsch: Einzelzimmer
  • Zimmerwunsch: 1/2 Doppelzimmer
  • Zimmerwunsch: Doppelzimmer

Preis:

565,00 EUR

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