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Italien

Der Vallo Alpino und die k.u.k. Sperrforts in den Dolomiten

 


Österreich und Italien - Der Vallo Alpino und die k.u.k. Sperrforts in den Dolomiten
8 Tage Geschichtsreise zu den Schauplätzen des I. Weltkrieges in den Alpen

Von 1915 bis 1918 tobte in den Dolomiten ein Stellungskrieg, der am Ende fast zwei Millionen verwundete und getötete Soldaten forderte. Von der schweizerischen Grenze bis zur lombardischen Tiefebene verlief eine fast 100 Kilometer lange Frontlinie, die sich bis in eine Höhe von 3 000 Meter über die Gipfel der Dolomiten zog. Die beteiligten Soldaten waren nicht nur dem Grauen des Krieges, sondern auch den Gefahren des Hochgebirges ausgesetzt.
Es ist heute nur noch schwer vorstellbar, unter welchen Umständen die österreichisch-ungarischen und deutschen Soldaten mit den italienischen Alpinis zusammentrafen. Zum gegnerischen Feuer kamen unberechenbare Wetterverhältnisse mit Sturm, Regen, Kälte, Eis und Schnee. Gletscherspalten taten sich auf, und allein durch abgehende Lawinen fanden 60 000 Soldaten den Tod. Nachschub und Waffen mussten in eisige Höhen geschleppt werden, und nur mit Mühe hielten sich die Soldaten an Felsvorsprüngen fest oder fanden Deckung. Um sicher auf die Berge und auch hinter die feindlichen Linien zu gelangen, trieb man unzählige Tunnel in die Berge. Viele wurden vermint und gesprengt, was zahlreiche Opfer beim Gegner forderte.
Die Bergmassive des kleinen Lagazuoi und des Monte Piano oder auch der Tofana sind nur einige wenige Schauplätze erbitterter Kämpfe. Für die Verteidigung der Täler standen sowohl österreichische als auch italienische Befestigungsanlagen und Panzerforts zu Verfügung.
Nach dem I. Weltkrieg errichtete man in Südtirol eine neue und moderne Verteidigungslinie, den Vallo Alpino. Am 22. Mai 1939 wurde mit dem Stahlpakt ein militärischer Bündnisvertrag zwischen dem faschistischen Italien und Deutschland geschlossen. In diesen Zeitraum fällt der stärkste Ausbau des Alpenwalls, vor allem entlang der Grenzen des Großdeutschen Reiches. Zu groß war das Misstrauen Mussolinis gegenüber Hitlerdeutschland.
Begleiten Sie uns auf einer spannenden Reise in die grandiose Berglandschaft der Alpen und der Dolomiten. Bis heute kann man die Spuren der Geschichte entdecken. Schlachtfelder, Festungen und Bunker beider Weltkriege sind stumme Zeitzeugen. Zahlreiche Freilichtmuseen und Ausstellungen dokumentieren die Geschehnisse.


Besichtigungen:
  • Innsbruck – Museum der österreichischen Alpenjäger
  • Kriegsmuseum im Castello di Rovereto
  • Oberkommando der österreichisch-ungarischen Armee
  • Forts auf der Hochebene von Lavarone
  • Siegesdenkmal in Bozen  
  • Museum de Gherdëina in St. Ulrich
  • Gedenkstätte am Pordoijoch
  • Stellungen am kleinen Lagazuoi und auf dem Gipfelplateau Cinque Torri
  • Fort Tre Sassi am Passo Valparola
  • Gipfelplateau des Monte Piana
  • Fort Landro
  • Vallo Alpino-Sperrgruppe am Passo Tre Croci
  • Artilleriefort Mitterberg
  • Sperrgruppe am Kreuzbergsattel
  • Vallo Alpino Artilleriewerke bei Tolmezzo und Portis
  • Beinhaus von Timau
  • Freilichtmuseum am Plöckenpass
  • Kötschach Mauthen - Museum 1915-1918 "Vom Ortler bis zur Adria"

Reisekarte:

Landkarte
Tages-Programm:

1. Tag
Museum der österreichischen Alpenjäger in Innsbruck und Burg von Rovereto
Fahrt nach Innsbruck und Besuch des Kaiserjägermuseum am Bergisel. Es widmet sich mit vielen interessanten Sammlungen der Geschichte der Tiroler Kaiserjäger. Anschließend fahren Sie nach Rovereto und besuchen das italienische Kriegsmuseum im Castello di Rovereto (Burg von Rovereto). Es erinnert an die Zeit des I. Weltkrieges und beleuchtet zudem aktuelle Konflikte (Hotel,-/-/-).

2. Tag
Oberkommando der österreichisch-ungarischen Armee, Fort Verle, Fort Gschwend und Fort Sebastiano

Heute erkunden Sie das einstige Oberkommando der österreichisch-ungarischen Armee. Die Überreste der Anlage mit erhaltenen Kavernen liegt versteckt in einer Schlucht. Im Anschluss fahren Sie auf die Hochebene der Sieben Gemeinden bei  Lavarone. Von 1907 bis 1913 baute hier die k.u.k. Monarchie die Sperre Lavarone-Folgaria mit sieben modernen Panzerforts. Mit der österreichischen Offensive im I. Weltkrieg entbrannte von Mai 1915 bis Juni 1916 in dieser Gegend eine erbitterte Schlacht. Fast alle Forts wurden dabei zerstört. Sie besuchen das erhaltene Fort Verle. Hier verbrachte Luis Trenker einen Teil seiner Dienstzeit und schrieb darüber den Roman „Sperrfort Rocca Alta“.
Weitere Ziele sind die Werke Sebastiano und Gschwend. Letzteres wurde wieder aufgebaut und beherbergt ein interessantes Museum (Hotel, F/L/-).

3. Tag
Siegesdenkmal in Bozen, Museum
de Gherdëina in St. Ulrich, Gedenkstätte Pordoi
Sie fahren nach Bozen und halten am Siegesdenkmal, einem der bedeutendsten Monumente aus der Zeit des Faschismus in Südtirol.
Danach können Sie im umfangreichen Museum de Gherdëina in St. Ulrich Ausstellungen zur kultur- und naturgeschichtlichen Entwicklung des Südtiroler Grödnertales besuchen. Eine Abteilung widmet sich dem Bergsteiger und Künstler Luis Trenker. Er erlebte den I. Weltkrieg an der Dolomitenfront.
Anschließend geht es über die zweithöchste asphaltierte Passstraße in den Dolomiten zum 2239 Meter Pordoijoch. Hier besuchen die Gedenkstätte Pordoi. In der Krypta ruhen über 8500 gefallene österreichische und deutsche Soldaten des I. und II. Weltkrieges. Das Museum neben dem Friedhof zeigt anhand von Fundstücken und einer Fotodokumentation die Beschwerlichkeiten und Grausamkeiten des I. Weltkrieges für die Soldaten (Hotel, F/L/-).

4. Tag
Stellungen am Kleinen Lagazuoi und auf dem Gipfelplateau Cinque Torri, Fort Tre Sassi am Passo Valparola
Sie fahren mit der Seilbahn zum Gipfel Kleinen Lagazuoi (2778 m) und besichtigen die einstigen österreichischen Stellungen. Das Massiv wurde stark befestigt, und viele Kilometer österreichische und italienische Stollen durchziehen den Berg. Oft wurde versucht, den Gegner mit unterirdischen Minen aus seinen Stellungen zu werfen. Der Abstieg (Gehzeit ca. 2 Stunden) führt teilweise durch alte Kriegsstollen. Alternativ dazu können Sie mit der Seilbahn ins Tal fahren.
Nach dem Mittag Fahrt zum Passo Valparola und Besuch des Forts und heutigen Museums Tre Sassi. Danach geht es mit der Seilbahn auf das Gipfelplateau Cinque Torri. Sie wandern entlang der alten italienischen Stellungen und durch Militärtunnel zurück ins Tal (Gehzeiten je Tour ca. 3 Std., bei Seilbahnfahrten ins Tal ca. 1,5 Std., Hotel, F/L/-).

5. Tag
Gipfelplateau des Monte Piana, Fort Landro,
Vallo Alpino-Sperrgruppe am Passo Tre Croci
Heute fahren Sie nach Misurina und weiter mit einem Jeep auf das Gipfelplateau des Monte Piana (2324 m, Nordgipfel Monte Piano 2305 m). Die Österreicher besetzten die Nordkuppe bereits 14 Tage nach der Kriegserklärung. Die Italiener nahmen die Südkuppe in Besitz. Für beide war der strategisch wichtige Berg von großer Bedeutung. Trotz erbitterter Kämpfe konnte keine Seite die andere aus ihren Stellungen vertreiben. Sie unternehmen ein spannende Rundwanderung entlang der alten Schützgräben, durch Kavernen und erkunden Artilleriestellungen (ca. 3 Std.).
Am Nachmittag Fahrt an den Landro See und Besichtigung des Forts Landro. Als eines der ersten Artillerie-Werke an der italienischen Grenze und in der Geschichte der österreichisch-ungarischen Monarchie wurde es in Betonbauweise errichtet. Zusätzlich befindet sich hier die Sperrgruppe Landro Süd des Vallo Alpino, mit deren Bau man 1940 begann. Sie sollte mit drei Kavernenwerken, drei Betonkasematten sowie einem Panzergraben ausgestattet werden. Einiges blieb erhalten, die Anlage wurde jedoch nicht fertiggestellt. Später erkunden Sie noch die Vallo Alpino-Sperrgruppe am Passo Tre Croci. Sie ist ein Festungs-Ensemble mit Panzergräben, PAK- und MG-Bunkern sowie einem begonnenen Artilleriewerk (Hotel, F/L/-).

6. Tag
Artilleriefort Mitterberg, Sperrgruppe am Kreuzbergsattel, Artilleriewerk bei Tolmezzo

Fahrt nach Sexten und Besichtigung des österreichischen Artillerieforts Mitterberg. Von 1885 bis 1889 wurden die zwei Festungswerke Mitterberg und Haideck gebaut. Sie bildeten mit den Anlagen auf den umliegenden Bergen die Sperre Sexten. Während der Kämpfe im I. Weltkrieg  blieb das Werk Mitterberg von schweren Treffern verschont. Haideck jedoch wurde fast vollständig zerstört.
Anschließend fahren Sie zum Kreuzbergsattel (1650 m) und erkunden eine der am stärksten bewaffneten Sperrgruppen (Baujahr 1940) des Vallo Alpino. Das Artillerie-Werk der Anlage befindet sich in einem Stollensystem des Bergmassives Arzalpenkopf und war mit drei Maschinengewehr- sowie sechs Geschützständen (10-cm) bewaffnet. Unterhalb des Berges befinden sich noch zwei Infanteriewerke (Gehzeit 2,5 - 3 Std., +/- 400 m).
Bei Tolmezzo und Portis treffen zwei stark befestigte Alpentäler zusammen. Zahlreiche Festungen des Vallo Alpino wurden hier errichtet. Zur Zeit des Kalten Kriegs modernisierte man einige dieser Anlagen. Ein Artilleriewerk werden Sie erkunden (Hotel, F/L/-). 

7. Tag
Vallo Alpino Artilleriewerk bei Portis,
Beinhaus von Timau, Freilichtmueseum am Plöckenpass, Museum “Vom Ortler bis zur Adria“ in Kötschach-Mauthen
Bei Portis besichtigen Sie ein großes Artilleriewerk des Vallo Alpino. Besonders interessant ist das Werk Opera 5, das sich in der Mitte des Flusses Tagliamento befindet. Im Anschluss besuchen Sie das Museum in Timau. Es zeigt eine umfangreiche Sammlung von Kriegserinnerungsstücken aus Italien und Österreich sowie ca. 1 000 Dokumente und unveröffentlichte Fotos. Im Beinhaus von Timau fanden etwa 1 700 italienische und österreichisch-ungarische Soldaten ihre letzte Ruhestätte.
Das Freilichtmuseum des Gebirgskrieges am 1 357 Meter hohen Passo di Monte Croce (Plöckenpass) vermittelt mit rekonstruierten Schützengräben, Stellungen und Stollenanlagen die einstige Situation der Kriegsparteien Italien und Österreich-Ungarn. Standen sich die Soldaten doch an den vordersten Frontlinien zwischen zerklüfteten Felsen nur in Handgranat-Wurfweite unmittelbar gegenüber (Gehzeit ca. 1,5 Std.).
Zum Abschluss besuchen Sie in Kötschach-Mauthen das Museum “Vom Ortler bis zur Adria“, das sich dem Dolomitenkrieg von 1915 bis 1918 widmet (Hotel,-/-/-).

8. Tag
Ihre Reise endet mit einem zeitigen Frühstück. Anschließend Rückfahrt über München, Hof und Dresden ( F/-/-).







                                                                                                




                                                                                               
                                   

Leistungen:
- An- und Abreise
- alle Transfers
- 2 Seilbahnfahrten
- Jeepfahrt zum Monte Piano                                                                                                                 
- 7 Übernachtungen in Hotels (DZ, DU/WC)                                                                                               
- Verpflegung entspr. Programm: 7x Frühstück, 6x Lunch                                                                                                   
- deutsche Reiseleitung                                                                                                                                      
- Besichtigungen entspr. Programm, Eintritte inkl. 

Nicht enthalten:
Einzelzimmer-Zuschlag 175,- EUR, Reiseversicherung Weitere Informationen zum Thema Reiseversicherung finden Sie links im Menü unter dem Punkt Reiseversicherung.
, nicht genannte Mahlzeiten, Getränke, Persönliches

Reiseinfo:

An- und Abreise vom/zum Tourbus in:
Ebersbach (Veranstalterbüro) - Dresden - Chemnitz - München - Salzburg.
Anforderungen:
Voraussetzungen für die Wanderungen in leichtem bis mittelschwerem, alpinem Gelände sind Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und normale sportliche Kondition (Gehzeiten ca. 2-3,5 Std., ca. +/- 400 Hm). Teils steile Abstiege durch Kriegstunnel mit gesicherten Passagen. Alternativ dazu kann auch die Seilbahn genutzt werden. Bei einigen Wanderungen gibt es leichtere Varianten.

Programmänderungen bleiben vorbehalten.

Teilnehmer: Mindestteilnehmerzahl:

Unsere Reiseangebote und die unserer Kooperationspartner können nur durchgeführt werden, wenn die auf der jeweiligen Katalogseite ausgeschriebene Mindestteilnehmerzahl erreicht oder überschritten ist. Bis 21 Tage vor Reiseantritt kann der Reiseveranstalter bei Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl vom Reisevertrag zurücktreten. Sollte der Fall eines Rücktritts eintreten informieren wir Sie umgehend und können Ihnen meist individuelle Touren ab 2 Teilnehmern anbieten oder ein alternatives Reiseangebot unterbreiten. Selbstverständlich erhalten Sie den bereits gezahlten Reisepreis unverzüglich zurück (siehe AGB Abs. 7 B oder AGB des jeweiligen Kooperationspartners, die wir Ihnen bei Buchung zusenden).
     mind. 7   max. 8 
Veranstalter:   History-Tours

exkl.

Der Vallo Alpino und die k.u.k. Sperrforts in den Dolomiten-bild
Der Vallo Alpino und die k.u.k. Sperrforts in den Dolomiten-bild1
Fort Tre Sassi am Passo di Valparola
Sperrgruppe Kreuzbergsattel des Vallo Alpino

 

Der Vallo Alpino und die k.u.k. Sperrforts in den Dolomiten-bild2
Der Vallo Alpino und die k.u.k. Sperrforts in den Dolomiten-bild3
Freilichtmuseum 5 Torri am Falzarego-Pass
Freilichtmuseum auf dem Monte Piano

 

Der Vallo Alpino und die k.u.k. Sperrforts in den Dolomiten-bild4
Der Vallo Alpino und die k.u.k. Sperrforts in den Dolomiten-bild5
Festung Tre Sassi am Valparola-Pass
Freilichtmuseum am Kleinen Lagazuoi

 

Der Vallo Alpino und die k.u.k. Sperrforts in den Dolomiten-bild6
Der Vallo Alpino und die k.u.k. Sperrforts in den Dolomiten-bild7
alte Kriegstunnel am Lagazuoi
Wanderweg durch die Kriegstunnel am Lagazuoi

 

Der Vallo Alpino und die k.u.k. Sperrforts in den Dolomiten-bild8
Der Vallo Alpino und die k.u.k. Sperrforts in den Dolomiten-bild9
Befestigungen am Monte Piana
Museum "vom Ortler bis zur Adria" in Kötschach-Mauthen

 

Der Vallo Alpino und die k.u.k. Sperrforts in den Dolomiten-bild10
Der Vallo Alpino und die k.u.k. Sperrforts in den Dolomiten-bild11
Sexten - Sperre am Pass
Denkmal auf dem Siegesplatz in Bozen

 

 


Reisedatum:
17.09. - 24.09.2017
985,00 EUR

Reise-Rücktrittskosten-Versicherung:
nein
ohne Selbstbehalt
mit Selbstbehalt 20%
mit Selbstbehalt 50%
ohne Selbstbehalt mit Reiseabbruch

Travel-Paket:
kein Travel-Paket
Travel-Basis-Paket
Travel-Deutschland-Paket
Travel-Standard-Paket
Travel-Premium-Paket

Übernachtung am Tag vor der Abreise:
nein
ja

Rail & Fly Ticket:
nein
ja

Zimmerwunsch:
Einzelzimmer
1/2 Doppelzimmer
Doppelzimmer

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